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Stahl ist eine sichere Wahl. Für Hecht sind Vorfächer aus diesem Material über jeden Zweifel erhaben. Auch ich fische trotz Titanium, Hard Mono und Fluorocarbon immer noch oft Stahl, wenn ich mich mit den Hundertschaften von Hechtzähnen anlege. Doch nicht irgendein Material, sondern seit über fünf Jahren ausschließlich Flexonit. Drei Stärken kommen bei mir ans Ende der geflochtenen Hauptschnur: 0,27, 0,36 und 0,45 Millimeter. Die Tragkräfte gibt der Hersteller mit 6,8, 11,5 und 20 Kilo an. Das dünnste der drei verwende ich bei Hechtgefahr zum gezielten Barschangeln, das 11,5-Kilo-Material für normales Hechtfischen und die dicke Version für Clip-Drillinge. Die kurzen Extravorfächer beim Gummifischangeln haben zwischen den Zähnen eines großen Hechtes nichts zu lachen. Extra-Tragkraft und Durchmesser sorgen hier für Extra-Sicherheit. Aber da bin ich vielleicht übervorsichtig. Auch das 11,5-Kilo-Flexonit hat mir noch kein Räuber geknackt. Ein Grund dafür liegt sicher in der Flexibilität des Geflechtes aus 49 dünnen Stahldrähten, die zusammen zu Flexonit werden. Was so weich ist, bricht einfach nicht. Dass die dünnste der drei Versionen nur 19 statt 49 Fäden hat, wusste ich bis vor kurzem gar nicht. Denn wie die anderen Stärken auch ist das 0,27-Millimeter-Flexonit super-flexibel. Apropos: Obwohl knoten durchaus möglich ist, bastele ich meine Vorfächer grundsätzlich mit Klemmhülsen. Knoten in Flexonit sehen einfach nicht so sauber aus wie eine Hülsenverbindung. Gegenüber Rost ist Flexonit sehr wenig anfällig. Selbst längerer Einsatz in Rügens Bodden oder anderen Brackwasserrevieren sorgt kaum für Ärger. Flexonit ist zwar teurer als Drähte mit weniger Fäden, aber dafür deutlich haltbarer – eine Rechnung, die auf Dauer garantiert auch bei Ihnen aufgeht. Einen kleinen Nachteil möchte ich in Sachen Flexonit nicht verschweigen: Die Enden fransen leichter auf als bei Materialien mit weniger Fäden. Eine gute Stahlvorfachschere (zum Beispiel die Trace Blades von FOX) sorgt für saubere Schnitte und einfaches Einfädeln in die nächste Klemmhülse. Für die 4-Meter-Spule Flexonit werden rund 6,95, für die 20-MeterSpule rund 29,95 Euro fällig. Flexonit gibt’s im Fachhandel über Cebbra in 12 Durchmessern von 0,15 bis 1,00 Millimeter, Internet: www.cebbra.de
Arnulf Ehrchen
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